Abstract

Chromosomenanomalien als Ursachen von pathologischen Zustanden sind in der Humanmedizin von wesentlich groQerer Bedeutung als in der Tierzucht. Nach neueren Schatzungen beruhen 5-10% der kongenitalen morphologischen Defekte bei Neugeborenen auf Chromosomenanomalien. Insgesamt werden innerhalb der Weltbevolkerung durchschnittlich 5.72 Falle auf 1000 Neugeborene registriert ( F r i e d r i c h u . N i e l s e n , 1973). Aus den wenigen Frequenzscbatzungen von Chromosomenanomalien bei den groflen Haustieren, iiber die wir zur Zeit verfiigen, geht hervor, dafl zwischen den Rassen und zwischen regionaren Teilpopulationen hohe Frequenzdifferenzen zu verzeichnen sind. So belief sich nach G u s t a v s s o n ’s Angaben die Haufigkeit der 1/29-Translokation bei den Besamungsbullen des Schwedischen Rotbunten Rindes auf 14 % heterozygote Anomalietrager, wahrend innerhalb anderer Rinderrassen der Welt nur Einzelfalle festgestellt werden. 

G. W Rieck

Proceedings of the World Congress on Genetics Applied to Livestock Production, Volume 1, Madrid, Spain, 177–190, 1974
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