Abstract

Das Rind ist ein unipares Tier. Zwillings- und Mehrlingsgeburten sind Ausnah- men. Ihr Anteil liegt mit rund 2 % in einer Groffenordnung, die fiir den Einzel- betrieb allgemein keine Ansatze fiir eine Beschaftigung mit diesem Problem bietet. Die Ablehnung von Zwillingen und von Zwillingsmiittern wird von der Tierproduktion wie von der Tierheilkunde meist konsequent vertreten. In einer Zeit, in der Kalber insbesondere in der Milchviehhaltung als Abfallprodukte gal- ten, wenn die Bestandserganzung gesichert war, war eine solche Einstellung ver- tretbar. Bei ansteigendem Bedarf an Kalbern fiir die Fleischproduktion mu{3 diese Meinung iiberpriift werden. Wahrend die Forderung nach einer planmaSigen Zucht auf Zwillinge friiher au(3ergewohnlich war — Hewitt forderte sie schon 1934 — wird heute schon haufiger positiv zur Zwillingstrachtigkeit beim Rind Stellung genommen, und es werden neuerdings wieder Untersuchungen zu diesem Fragenkomplex angestellt.

J. K Hinrichsen

Proceedings of the World Congress on Genetics Applied to Livestock Production, Volume 3, Madrid, Spain, 651–660, 1974
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